heute


Silhouette: © Maximilian Weihs


Maximilian Weihs ist Hobby-Maler. Häufig arbeitet er in seinem Garten an der Staffelei – sein liebster Ort: Hier kann er sein, wie er ist. Einen großen Teil seines Lebens verbrachte er in Mecklenburg-Vorpommern, wo er auch heute lebt.
Maximilian Weihs versteht sich als Mann, „übergangsweise als Transmann“. In der Vergangenheit wurden ihm viele Steine in den Weg gelegt, entsprechend angeschlagen war sein Selbstbild. Das ist heute vorbei: „Man selbst hat eigentlich gar keine großen Probleme, es sind die anderen, die ein Problem damit haben.“
Weihs hat den Weg der körperlichen Transition gewählt und fragt sich inzwi­schen: Warum erst jetzt? „Jetzt gehe ich meinen Weg.“
Maximilian Weihs kennt das Gefühl der Einsamkeit, das vielen LGBTI* aus dem Bundesland vertraut ist. „Die Leute stellen keine Fragen, sie sagen nichts, sind scheu, aber sie beobachten dich.“ Seine Partnerin und er erfahren vor Ort aber durchaus auch Unterstützung und Solidarität. Nachbar_innen bieten ihre Hilfe an, im Garten werden sie zur Feuerschale eingeladen. „Wenn ihr Probleme habt, meldet euch.“ Auch wenn vieles wieder im Sande verläuft, hat sich Offenheit als Strategie bewährt.
Maximilian Weihs hätte gerne eine Selbsthilfegruppe für Trans* besucht. „Denn der Austausch hier fehlt.“ Konzentrieren will er sich auch in Zukunft darauf, seine Malerei bekannter zu machen. „Ich will, dass die Leute meine Bilder gut finden und mich nicht zuerst als sehbehindert oder trans* wahrneh­men.“ 2001 wurde seine Ausstellung Vor meinem inneren Auge in Ueckermünde gezeigt. Weitere sind angedacht.