G. R. [unbekannt]

Neben dem berühmten Schauspieler Richard Kley wird im Stralsunder Sammel­prozess auch der Stadtinspektor G. R. verurteilt. Dessen Freundes- und Bekann­tenkreis organisiert eine Geldsammlung für ihn. Anstelle des Gefängnisessens wird ihm deshalb täglich eine Mahlzeit aus dem Hotel Tschapka geliefert.
Die Geldsammlung sorgt in der Stralsunder Verwaltung für einigen Aufruhr.
Bei den Initiator_innen nämlich handelt es sich um Angehörige der Verwaltung; anderen Mitarbeitenden erscheint die Aktion als grober Affront gegenüber der Staatsanwaltschaft. Sogar der Oberbürgermeister persönlich schaltet sich in den Konflikt ein: In einem Schreiben weist er darauf hin, dass Geldsammlungen wäh­rend der Dienstzeit und in den Arbeitsräumen untersagt seien.